S-Bahn-Schlaf

Fernsehschlaf ist ja bekanntlich der beste Schlaf. Wer kennt das nicht? Man sitzt mehr oder weniger gemütlich vor dem Empfangsgerät und schaut sich das gewählte Programm an und ganz langsam, still und heimlich kommt der Sandmann – bei mir kommt ja immer noch der Westkollege – und streut dem Zuseher eimerweise Schlafsand in die Augen. Man wacht dann irgendwann auf und wundert sich, dass eine ganz andere Sendung läuft.
Ganz ähnlich geht es so manchem Zeitgenossen, der nach einer großen Zecherei oder einem anstrengenden Arbeitstag, von den leichten Wogen der S-Bahn-Waggons in den Schlaf gewogen wird und selig schlummernd auf der nicht ganz so bequemem Sitzgelegenheit den Schlaf des Gerechten schläft. Fahrgäste steigen vorsichtig um ihn herum und der Schlafende, der keine Sünde kennt, schlummert beseelt weiter. Urplötzlich schreckt er auf, sieht sich um, schaut zu Anzeige im Waggon und verlässt am nächsten Bahnhof fluchtartig den Zug.
Ob S-Bahn-Schlaf letztendlich erholsam ist, bleibt als Frage offen. Ich für meinen Teil schlafe lieber vor dem Fernseher.

Schlafender in der S-Bahn

Den Seinen gibts der Herr im Schlaf.

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Über lampersdorff

Politikwissenschaftler und Historiker. Irgendwas mit Bundeswehr und Ministerialbürokratie.

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