Summer in the city. Oder: Wo sind all die Menschen hin?

Sieben Uhr und 34 Minuten an einem ganz gewöhnlichen Werktag. Auf einem S-Bahnhof am Rande der Stadt herrscht reges Treiben. Schulkinder mit Tornistern bewaffnet, Werktätige, Bürohengste, Schnattertanten, Stifte, Handwerke, Senioren, kurz: Alles was Löffel lecken kann ist hier. Der Bahnsteig quellt über vor Menschen.
Sieben Uhr 35: Die S-Bahn aus der brandenburger Provinz fährt ein und keiner der Fahrgäste, die nun zusteigen, findet einen Sitzplatz. Gleichzeitig kommt die S-Bahn aus der Stadt, hält, öffnet die Türen und die vollbesetzte S-Bahn leert sich schlagartig. Die Ein- und Aussteigenden mischen sich. Nach wenigen Sekunden ist alles wieder sortiert und in zehn Minuten findet das Schauspiel wieder statt.
Kaum sind aber in Berlin und Brandenburg Sommerferien, ist der Bahnsteig wie leergefegt. Es fehlen nur noch diese Buschballen, die im Western immer durch leere Straßen geweht werden. Kaum ein Reisender ist auf dem Bahnsteig und die Bahn aus Brandenburg ist im Grunde leer. Warum das in Berlin so stark ausgeprägt ist? Keine Ahnung.
In Stadten wie Marburg oder Dresden haben in den Ferien natürlich die Schulkinder gefehlt, aber in der krassen Form war es lange nicht. Haben die denn hier alle so lange Urlaub? Vielleicht kann ja die verehrte Leserschaft das Rätsel lösen.
Guten Morgen Berlin.

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Über lampersdorff

Politikwissenschaftler und Historiker. Irgendwas mit Bundeswehr und Ministerialbürokratie.

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