„Pretty“ in purple.

Da ist hier ja weiß Gott kein Fashionblog, aber so machmal. Gerade als ich frohen Mutes aus dem – heute mal nicht völlig überfüllten – Bus Ausstieg sah ich sie: Die Tante in Violett (Teil 2).
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Mitte Dreißig, recht reif für ihr Alter und nicht gerade schön, präsentierte sie ein Gesamtensemble allerlei möglichen Violetttöne. Das Haupthaar in einem fast schwarzen Bordeaux gehalten mit einem gut fünf Zentimeter breiten und von der rechten Schläfe nach hinten Mittelinks verlaufender neonvioletten Streifen. Das Haar wurde an beiden Seiten zu einem seitlich Pferdeschwanz gebunden und mit einem geradezu kontrapunktischen weißen Haargummi zusammengehalten. Die Jacke in zartem blaßlila gehalten bildete den Torso der lebenden Skupltur, die auf ausgeblichenen Denimsäulen steht. Den eigentlichen Anfang der Skulptur bildeten einer attischen Basis gleich Turnschuhe, oder genauer gesagt Sneaker, die selbstverständlich auch in Violetttönen gehalten waren. Als zweckmäßiges Beiwerk trug sie einen so genannten „Shopper“ in kräftigem Lila und eine Brille mit violettem Muster.
Nach so viel Lila am frühen Morgen sollte der Textdes aktuellen Schlagers „Lila Wolken“ der Berliner Kapelle „Marteria, Yasha und Miss Platnum“ umgetextet werden: „Wir bleiben wach, bis die Trullas wieder lila sind…“.
In diesem Sinne. Guten Morgen Berlin.

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Über lampersdorff

Politikwissenschaftler und Historiker. Irgendwas mit Bundeswehr und Ministerialbürokratie.

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