Es war einmal. Heute: Luisenhof, Dresden

Ich konnte mich schon gar nicht mehr daran erinnern, den Text je geschrieben zu haben; bin gestern darüber quasi gestolpert und möchte der geneigten Leserschaft meine „Restaurantkritik“ des Dresdner Luisenhofs aus dem Jahr 2008 nicht vorenthalten.

Dresden

… was man sonst leider nicht behaupten konnte.

Dass man wohl augenscheinlich von der Lehrlingsbrigade der HO bedient wurde ist zunächst nicht tragisch, jedoch wurde die fehlende Fachkompetenz leider nicht durch Freundlichkeit ausgeglichen.

Kleine Episode am Rande: einem Gast am Nachbartisch mit Gipsbein fiel das Besteck herunter, dem vorbeilaufenden Kellner war dies ziemlich gleichgültig und der verletzte ältere Herr durfte sein Besteck selbst aufheben.

Die von mir gewählte rosa gebratene Entenbrust an Orangensauce mit Kartoffelgratin und Gemüsen für etwas über 18 EUR ließ mich erwartungsvoll hoffen. Dass die Pfifferlingssuppe eine dicke Haut gezogen hatte als sie serviert wurde, hat mich nicht zu interessieren, war ja nicht meine Suppe. Sicherlich ist ein Abzug in der B-Note dafür zu geben, dass es die Küche oder der Service nicht schafften alle fünf Hauptgerichte zeitnah zu servieren, so dass als das letzte Gericht kam, die ersten schon halb fertig waren. Aus der rosa gebratenen Entenbrust entpuppte sich eine ausgewachsene Flugente die nun von der Küche zum zweiten Male getötet wurde. Das was alles nur nicht rosa und leider auch nicht zart. Die Orangensauce, die sich als eigentümlich verwürzte „Braune Grundsoße“ entpuppte ist es leider nicht wert kommentiert zu werden. Das Gratin war wohl auch schon überlagert. Der gratinierte Käse bildete eine geschlossene krosse Platte, die Sahne ward nicht mehr zu finden und die Kartoffeln bildeten eine fast homogene Masse. Einzelne Scheiben waren nur fragmentarisch erhalten. Das Gemüse war für mich persönlich in Ordnung, obwohl man bei den Zuckerschoten die Fäden hätte ziehen können. Das Gericht entspricht eigentlich eher dem Standard einer gehobenen Dorfkneipe mit Mittagstisch (die aber in der Regel auch günstiger ist). Bei dem Gericht meiner Begleitung war das Kalbsteak leider „well done“, wobei meine Begleitung nichteinmal gefragt wurde, wie sie ihr Steak denn haben wolle und die Pilze waren nicht geputzt (Sand, Hölzchen etc.).

Schlussendlich ist der Luisenhof als Aussichtsplattform über die Stadt und das Elbtal und als touristische Attraktion wärmsten zu empfehlen. Essen würde ich persönlich dort aber nicht mehr, zumindest nicht zu dem Preis. Das Tortenangebot sah jedoch verlockend aus und sollte probiert werden. 2. Chance.

Diesen und ähnliche Berichte finden Sie hier: https://plus.google.com/115968232445153382831/about?hl=de&gl=de

In diesem Sinne. Guten Morgen.

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Über lampersdorff

Politikwissenschaftler und Historiker. Irgendwas mit Bundeswehr und Ministerialbürokratie.

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